Shopify – Auch für den deutschen Markt relevant?

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Shopify | Review 2019

Jetzt Shopify 14 Tage kostenlos testen
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  • 1. KOSTEN
  • 2. INSTALLATION & EINRICHTUNG
  • 3. HOSTING
  • 4. DESIGN
  • 5. FRONTEND
  • 6. BACKEND
  • 7. ERWEITERUNGEN
  • 8. MARKETING
  • 9. SICHERHEIT
  • 10. SUPPORT

Shopify LogoShopify gehört vor allem im Herkunftsland, den USA, zu den populärsten Shopsystemen und wird vielfach hoch gelobt. Was die Mietshop-Lösung wirklich drauf hat, und wie gut sie sich für den deutschen Markt eignet, schauen wir uns in folgendem Testbericht genauer an.

Für wen eignet sich Shopify am besten?

Shopify ist einsteigerfreundlich gestaltet und eignet sich daher gut für Anfänger und Start-Ups. Das System verfügt trotzdem über einen umfangreichen Funktionsumfang und ist somit auch für mittelständische Unternehmen eine ernstzunehmende Option.

Größere Unternehmen und Shops werden jedoch schnell an die Grenzen der Software stoßen, da es selbst der Enterprise-Ausführung an Skalierbarkeit und Anpassungsoptionen mangelt.

1. KOSTEN

Kann man das Shopsystem kostenlos testen?

Bei Shopify besteht die Möglichkeit das System für 14 Tage unverbindlich zu testen. Du musst also keinerlei Kreditkartendaten hinterlegen. Während des Testzeitraums kannst du jederzeit einen Tarif buchen und die Einrichtung deines Shops nahtlos fortsetzen, jegliche Shopdaten werden nämlich übernommen. Solltest du vor Ablauf der zwei Wochen kein Tarif gebucht haben wird das Trial automatisch beendet. Der einzige Nachteil ist besteht darin, dass mit der Testversion nicht alle Funktionen verfügbar sind, die Checkout-Optionen beispielsweise sind erst mit einem gültigen Tarif zugänglich.

Welche Tarife gibt es?

Shopify wird in 3 unterschiedlichen Tarifen angeboten, für Nutzer mit speziellen Anforderungen gibt es zusätzlich zwei spezialisierte Tarife. Die 3 Standard-Tarife sind „Basic Shopify“ ($29 monatlich) „Shopify“ ($79 monatlich) und „Advanced Shopify“ ($299 monatlich). Wenn man einen dieser 3 Tarife wählt und für ein, zwei oder drei Jahre im Vorhinein bucht und bezahlt erhält man 0%, 20% bzw. 25% Rabatt. Falls man keinen kompletten Onlineshop betreiben möchte, sondern lediglich eine Verkaufsfunktion für seine Website benötigt oder nur über Facebook verkaufen möchte, bietet sich der Sondertarif „Shopify Lite“ für nur $9 pro Monat an. Darüber hinaus gibt es außerdem eine Enterprise-Version namens „Shopify Plus“. Hier variieren die Preise, sie werden Projektabhängig festgelegt.

Fallen zusätzliche Gebühren an?

Shopify berechnet keine Gebühren für die Einrichtung oder zusätzliche Bandbreite, Produktanzahl oder Speicherplatz. Für deutsche Nutzer fallen auch die Transaktionsgebühren, welche bei der Nutzung von Shopifys eigenem Bezahldienst Shopify Payments“ anfallen würden, weg, da dieser in Deutschland nicht verfügbar ist. Das Bedeutet aber, dass man in jedem Fall einen externen Bezahldienst benötigt, um Kartenzahlungen entgegennehmen zu können, wodurch zusätzliche Kosten entstehen können. Außerdem werden tarifabhängig Kreditkartenraten fällig, die in Online- und in-Person-Raten aufgeteilt sind, und Online 2,9%/2,7%, 2,6%/2,4% und In-Person: 2,4%/2,2% betragen.

2. INSTALLATION & EINRICHTUNG

Der Einrichtungsprozess ist bei Shopify sehr zugänglich gestaltet und ist auch für Einsteiger ohne Vorkenntnisse recht einfach zu bewältigen. Direkt nach der Anmeldung erhält man eine E-Mail, in der die ersten Schritte erklärt werden, und kann sofort mit der Konfiguration im Verwaltungsbackend beginnen. Bei diesem Prozess wird man durch unter „advice“ gelistete Tipps und Erfolgs- bzw. Fehlermeldungen zu den einzelnen Schritten unterstützt. Weitere Hilfestellungen bieten passende Artikel im Help-Center und kostenlose Webinare zur Shop-Erstellung. Wer bereits einen Onlineshop auf Basis eines anderen Systems besitzt, kann diesen dank expliziter Unterstützung für eine Vielzahl an Systemen sehr unkompliziert zu Shopify umziehen. Darüber hinaus lassen sich Produktdateien selbstverständlich per CSV importieren.

Benötigst du die Unterstützung einer Agentur?

Da Shopify sehr Anfänger-orientiert aufgebaut ist und etliche Hilfestellungen bietet, lässt sich die Einrichtung und Verwaltung eines Shops hier für gewöhnlich im Alleingang bewältigen. Auf die Unterstützung einer Agentur kann man also gut verzichten.

3. HOSTING

Wie üblich für Mietshop-Systeme wird Shopify vom Anbieter selbst auf dessen eigenen Servern gehostet. Eine kostenlose Shopify-Subdomain ist in jedem Tarif inbegriffen (beispielsweise http//meinshop.shopify.com), eine individuelle Domain hingegen musst du entweder extra erwerben oder über Shopify bestellen. Die verfügbare Bandbreite ist bei allen Tarifen unbegrenzt, ein Content-Delivery-System zur Verkürzung der Ladezeiten ist ebenfalls mit dabei. Bei der Server-Performance gibt es nichts zu bemängeln, die durchschnittliche Uptime beträgt 99,9%. Das einzige Manko im Bereich Hosting ist das Fehlen eines E-Mail-Postfachs, Shopify unterstützt lediglich die Weiterleitung an eine externe E-Mail-Adresse.

4. DESIGN

Seine Themes bezieht Shopify aus dem eigenen Themestore. Dieser umfasst über 140 kostenpflichtige ($100-$180) und 24 kostenlose Themes. Alle Themes sind branchenangepasst und nach diesen kategorisiert. Sowohl die kostenpflichtigen als auch die kostenlosen Themes sind optisch ansprechend und modern gestaltet. Vor dem Erwerb kannst du dank Vorschaufunktion begutachten wie dein eigener Shop mit dem betreffenden Theme aussehen würde. Alle Themes sind außerdem responsiv, also automatisch für die mobile Ansicht optimiert.
Bei Shopify kannst du mehrere Themes, bis zu 20 insgesamt, gleichzeitig speichern und mit einem Klick zwischen diesen wechseln. Das Layout kann völlig ohne Programmierkenntnisse verändert werden, für umfangreichere Veränderungen an den Templates benötigt man aber Kenntnisse in HTML, CSS, und Liquid. Wer über die nötigen Kenntnisse verfügt kann auch eigene Themes erstellen oder hochladen.

5. FRONTEND

Wie bei allen Systemen ist ein Shopify Shop in Kategorie- und Shopseiten unterteilt. Die Optik ist natürlich stark vom gewählten Theme abhängig, insgesamt ist das Shopify-Frontend jedoch übersichtlich und unkompliziert gestaltet. Welche Produkttypen du verkaufen kannst hängt vom gewählten Tarif und den eigenen Anpassungen des Shops ab: Der Verkauf von digitalen Produkten (Software, Musik, etc.) ist nämlich nur über eine App möglich, personalisierte Produkte werden sogar überhaupt nicht unterstützt. Das Erstellen von Geschenkkarten zum Verschicken an Kunden oder als eigene Produkte, die im Shop verkauft werden, ist erst ab dem Shopify-Tarif möglich. Ein weiteres Problem liegt beim Checkout, dieser ist grundsätzlich auf mehrere Seiten aufgeteilt, ein One-Page-Checkout ist nur über die inoffizielle Erweiterung „carthook“ möglich. Ein Pluspunkt ist der Kundenlogin: Bei Shopify können ihre Kunden im Rahmen ihres ersten Einkaufs ein Kundenkonto erstellen und so ihre Daten für zukünftige Käufe speichern oder ihre Bestellungen einsehen.

Produktpräsentation

Bei Shopify hast du Zugriff auf umfangreiche Tools zur Produktpräsentation. So kannst du selbstverständlich Produktfotos inklusive Zoomfunktion und eine Produktbeschreibung hinzufügen. Letztere kann Links und Tabellen, Fotos und auch Videos enthalten. Auch Bildergalerien sind möglich. Darüber hinaus können Produktvarianten mit bis zu 3 Parametern (z. B. Farbe, Größe) erstellt werden, die nach Angabe der relevanten Parameter auch automatisch bestimmt werden können. Produkte können zudem mit Tags für die Suchfunktion versehen werden

6. BACKEND

Das Shopify Backend ist zwar sehr einsteigerfreundlich aufgebaut und unterstützt dich mit vielen Tipps etc., es ist jedoch nur in englischer Sprache verfügbar. Je nachdem wie sicher du im Umgang mit der englischen Sprache bist könnte dies einen großen Nachteil darstellen. Ein Pluspunkt hingegen sind die Möglichkeiten zur mobilen Verwaltung. Das Verwaltungsbackend ist nicht nur für die Verwendung über Mobilgeräte optimiert, es gibt dafür sogar eine eigene Android/iOS App.

Verwaltung

Das CMS (Content Management System) von Shopify macht das Hinzufügen neuer Seiten und Produkte sehr unkompliziert, optional können letztere auch als CSV-Datei importiert und exportiert werden. Ein Bestandsmanagement ist ebenso wie ein Point-of-Sale-System Teil des Funktionsumfangs. Bestellungen aus allen aktiven Verkaufskanälen werden automatisch im Backend angezeigt. Zudem kannst du dich als Shopbetreiber über Email, RSS-Feed, oder Desktopbenachrichtigungen über eingehende Bestellungen in Kenntnis setzen lassen. Bestellungen können auch manuell angelegt werden, besonders praktisch ist das, wenn du auch im Laden verkaufst oder telefonische Bestellungen anbietest. Des Weiteren verfügt Shopify über ein Cart-Recovery System, und ein Risikoanalyse-System, welches je nach Tarif unterschiedlich ausgebaut ist. Kundenprofile werden nach einer Bestellung automatisch erstellt, und können auch manuell angelegt werden. Über das Backend können sie weiter kategorisiert, mit Attributen versehen und exportiert werden. Beim Versand bietet Shopify im Gegensatz zu den meisten Systemen auch Dropshipping an. Statistiken können bei allen Tarifen über Google Analytics, bei den höheren Tarifen auch über Shopifys eigene Tools, eingesehen werden.

7. ERWEITERUNGEN

Shopify ist zwar nicht modular aufgebaut, verfügt aber über einen App Store mit einem großen Umfang an Erweiterungen. Dieser beinhaltet alle Grundfunktionen, welche im Funktionsumfang der Software selbst fehlen, und einige spezielle Erweiterungen. Viele der Apps sind kostenlos, bei anderen wird eine monatliche Gebühr erhoben.

Über welche Schnittstellen verfügt die Software?

Shopify bietet Schnittstellen zu allen gängigen Zahlungsdienstleistern wie Skrill, PayPal oder Amazon Payments, und unterstützt viele Versanddienste, darunter FedEx, UPS und DHL. Schnittstellen für den Multichannel-Verkauf über Marketplaces wie Ebay oder Amazon Marketplace lassen sich per App nachrüsten.

Sprachen

Von Haus aus wird Mehrsprachigkeit von Shopify zwar nicht unterstützt, dieses Feature kann jedoch mit der Erweiterung „Languify“ nachgerüstet werden. Mithilfe dieser App kannst du deinen Shop in unterschiedlichen Sprachen gleichzeitig erstellen, der Shop passt sich dann sogar automatisch an die Browsersprache der Kunden an. Außerdem können die Preise in unterschiedlichen Währungen hinterlegt werde, die Zahlung erfolgt aber immer in der Standardwährung. Das einzige größere Hindernis stellen die Steuereinstellungen dar. Da die Software für den amerikanischen Markt gedacht ist, müssen deutsche Steuersätze manuell angelegt werden und das Verkaufen von Produkten mit mehreren Steuersätzen ist nur über Umwege möglich.

8. MARKETING

Im Bereich Marketing ist Shopify sehr gut gerüstet, das System lässt hier zumindest im höchsten Tarif kaum etwas vermissen. Der Funktionsumfang ist aber vom gewählten Tarif abhängig, so sind einige Funktionen wie beispielsweise Geschenkkarten im Basic-tarif nicht enthalten. Rabattcodes für prozentualen Rabatt, absoluten Nachlass oder Gratisversand und das Anzeigen verwandter Produkte sind jedoch in allen Tarifen möglich. Tarifübergreifend lässt sich der Funktionsumfang zudem durch die unzähligen Marketing-Apps aus Shopifys Appstore erweitern. Diese ermöglichen Marketingmaßnahmen zu den Themen Produktempfehlungen, kürzlich angesehene Produkte, Upselling, Product Bundling, Kundenrezensionen, Kundentreueprogramme, Listung in Vergleichsportalen usw. Auch Optionen für Newsletter-/E-Mail-Marketing sind vorerst nicht integriert, können aber über externe Anbieter (z.B. MailChimp) durch die Installation einer App verwendet werden.

Welche Social-Media Features werden unterstützt?

Die heutzutage nicht mehr wegzudenkenden Social-Media-Buttons für Facebook, Twitter und Co. lassen sich bei Shopify problemlos integrieren. Bei den meisten Themes sind sie sogar bereits integriert, bei den übrigen musst du dies nachträglich mithilfe einer App oder über den HTML-Code vornehmen. Darüber hinaus kannst du deinen Shop mit bestimmten Social-media Plattformen verbinden, Facebook ist eine davon. Somit ist es möglich die Produkte deines Shops auch auf Facebook zu präsentieren und zu verkaufen. Falls du in einer anderen Währung als Dollar verkaufst muss der Checkout jedoch weiterhin auf der Shopseite stattfinden, die Kunden werden dann automatisch an diese weitergeleitet. Auch sonst sind die Social-Media-Verkaufsmöglichkeiten eingeschränkt: Der Verkauf über Pinterest, Twitter und Facebook Messenger ist mit einer anderen Währung als US-Dollar überhaupt nicht verfügbar. Shopify bietet übrigens in allen Tarifen auch eine Praktische Blog-Funktion an.

Wird Multichannel-Verkauf unterstützt?

Neben der bereits erwähnten Möglichkeit Produkte über Facebook zu verkaufen, werden von Haus aus keine anderen Verkaufskanäle unterstützt. Verkaufskanäle wie Amazon Marketplace, Ebay oder Google Merchant Center lassen sich jedoch einfach über entsprechende Apps anbinden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit den Shopify-Buy-Button in andere Seiten wie einen externen Blog zu integrieren und diese dadurch zu einem neuen Verkaufskanal machen. Außerdem kannst du eine eigene App für deinen Shop erstellen und diese als weiteren Verkaufskanal zu nutzen. Dafür benötigst du allerdings umfangreiche Programmierkenntnisse. Alternativ kannst du aber auch einen Shopify Expert mit dieser Aufgabe betrauen, mehr dazu unter „Support“.

Welche SEO-Tools stehen dir zur Verfügung?

Die Suchmaschinenoptimierung gehört inzwischen zu einem der wichtigsten Marketing-Aspekte bei Onlineshops. Wie die meisten Shopsysteme bietet daher auch Shopify einige Optionen und Tools für die SEO-Optimierung. Für den Onlineshop, die Kategorien und die Produkte können folgende Punkte angepasst werden: Title Tag, Meta Description, Alt Tag und URL mit automatischer Weiterleitung von der alten URL. Bei Shopify muss man sich dabei auch nicht auf einen SEO-Assistenten oder ähnliche automatisierte Prozesse verlassen, sondern kann all diese Aspekte frei anpassen. Eine XML-Sitemap für die Suchmaschinen wird automatisch erstellt. Falls dir der grundlegende Funktionsumfang nicht genügt findest du im Appstore von Shopify einige Apps für weitere SEO-Features.

9. SICHERHEIT

Sind die Server sicher?

Die Software wird regelmäßig automatisch geupdatet, Server Backups werden täglich durchgeführt. Die Sicherheit deiner Daten ist somit garantiert. Optional kannst du auch manuell zusätzliche Backups im CSV Format anfertigen. Shopify ist beim PCI DSS nach Level 1 zertifiziert, der Anbieter bietet also hervorragenden Datenschutz.

Wie ist der Checkout abgesichert?

Bei Shopify ist nicht nur der Checkout, sondern gleich der ganze Shop mit einem SSL-Zertifikat geschützt. Es werden also alle Daten mit einer 256-bit-SSL-Verschlüsselung übertragen

Ist Shopify DSGVO konform?

Da Shopify auf den amerikanischen Markt zugeschnitten ist, müssen Besonderheiten des deutschen Marktes extra ergänzt werden (Impressum, AGB etc.) teilweise ist das recht kompliziert und erfordert gar Kostenpflichtige Apps. Shopify kann mit einigem zusätzlichen Aufwand also so aufgerüstet werden, dass es allen Auflagen des deutschen Marktes entspricht. Das System weist einen aber nicht auf diese Änderungen hin, hier muss man sich also vorab informieren und sehr gründlich vorgehen.

10. SUPPORT

Shopify stellt seinen Nutzern zwar eine große Bandbreite an unterschiedlichen Support-Ressourcen und Hilfeleistungen zur Verfügung, jedoch leider nicht in deutscher Sprache. Da es sich bei Shopify um ein amerikanisches System handelt, sind jegliche Support-Angebote nur auf Englisch verfügbar.

Die erste Anlaufstelle, auf die auch im Verwaltungsbackend verwiesen wird, ist das Help Center. Dieser beschäftigt sich hauptsächlich mit Fragen rund um die Erstellung eines Shopify Shops. Des Weiteren gibt es einen Blog und die Ecommerce University. Hier findest du unzählige Guides, Videos und Podcasts zu unterschiedlichen Themen. Dank Screenshot und detaillierter Erklärungen werden hier die meisten Fragen verständlich beantwortet. Shopify bietet außerdem einen Newsletter an, welcher dich regelmäßig über Neuerungen oder Blogartikel informiert.

Falls die Verfügbaren Ressourcen zur Lösung eines Problems nicht genügen gibt es bei Shopify auch ein Live-Support Team, die sogenannten Shopify Gurus. Diese lassen sich sowohl digital per Email oder Live-Chat als auch telefonisch über die Support-Hotline erreichen. Leider gibt es keinen eigenen Callcenter in Deutschland, hier können also eventuell Kosten für internationale Anrufe entstehen. Wenigstens ist die Zeitverschiebung zwischen Amerika und Deutschland nicht problematisch, da das Support-Team rund um die Uhr erreichbar ist. Auch wenn das kompetente Team meistens eine Lösung parat hat können die sogenannten Gurus auch nicht immer weiterhelfen: problematisch wird es dann, wenn ein Problem durch so nicht vorgesehene Anpassungen des Systems entsteht.

Neben diesen üblichen Support-Angeboten gibt es zudem die Möglichkeit sogenannte Shopify-Experts anzuheuern. Hierbei handelt es sich um professionelle Partner von Shopify, die zu projektbasierten, individuellen Kosten Aufgaben zu übernehmen, die du als Nutzer nicht selbst erledigen kannst oder möchtest. Verfügbar ist dieser Service für die Bereiche Einrichtung, Web Design, Entwicklung, Marketing und Fotografie.

Welche Alternativen gibt es zu Shopify?

Kaum ein System bietet einen so großen Funktionsumfang wie Shopify, ohne dafür an Nutzerfreundlichkeit einzubüßen. Eine denkbare Alternative speziell für deutsche Nutzer wäre jedoch das deutsche System ALZURA Shop, da dieses einen zumindest ähnlichen Funktionsumfang bietet und besser an den deutschen/europäischen Markt angepasst ist.

Unser Fazit

Shopify schafft es sehr gut eine breite Zielgruppe anzusprechen und den Spagat zwischen einer nutzerfreundlichen Oberfläche und einem großen Funktionsumfang zu meistern. Das treibt leider auch die Preise in die Höhe, vor allem bei dem höchsten Tarif. Funktional weist das System aber nahezu keine Mängel auf, im Backend findet man sogar einige Funktionen auf die bei den meisten Systemen verzichtet wird. Und selbst wenn ein Feature fehlt, lässt sich das normalerweise über eine App aus dem umfangreichen Shopify Appstore ausgleichen. Auch optisch kann das System überzeugen. Die größte Schwäche ist aber wohl die mangelnde Anpassung an den deutschen Markt. Es ist zwar möglich das System an die gesetzlichen Vorgaben anzupassen, dadurch entsteht aber ein gewisser Zusatzaufwand. Ähnlich ist es bei der Erstellung Mehrsprachiger Shops oder beim einrichten eines einseitigen Checkouts. Ansonsten gibt es jedoch kaum etwas zu bemängeln, sowohl die Server als auch empfindliche Prozesse auf der Shopseite sind bestens abgesichert und der Support fällt umfangreicher aus als bei den meisten Systemen. Leider ist dieser genau so wie das Shop-Backend nicht in deutscher Sprache, sondern lediglich auf Englisch verfügbar. Wenn du der englischen Sprache mächtig bist wird dir in Shopify jedoch ein umfangreiches System geboten, welches dir viel Spielraum zur freien Erweiterung durch Apps oder Anpassungen im Code lässt. Trotzdem ist das System einfach und zugänglich in der Bedienung und auch die Einrichtung lässt sich problemlos alleine erledigen. Hier spielt auch das kostenlose 14-Tage Trial eine Rolle.

Shopify – Auch für den deutschen Markt relevant?
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